
KOBIL integriert hybride Kryptografie standardmäßig in seine Produkte
Worms, 13. April 2026 – KOBIL, ein führender Anbieter von Sicherheits- und Identitätsmanagementlösungen, stellt seine Produkte auf eine quantensichere Architektur um. Aktuelle KOBIL-Lösungen sind nun mit hybrider Kryptografie ausgestattet und somit „quantensicher“. Ermöglicht wurde dies durch die enge Zusammenarbeit von KOBIL mit Prof. Dr. Johannes Buchmann, einem der Begründer des Forschungsgebiets der Post-Quanten-Kryptografie, ermöglicht. Er erklärt: „Hybride Kryptografie gilt derzeit als der pragmatischste Weg zur Quantensicherheit. KOBIL hat den Handlungsbedarf frühzeitig erkannt und die Herstellung sicherer Verbindungen innerhalb seiner Produkte auf eine quantensichere Grundlage gestellt.“
Die Ankündigung erfolgt im Rahmen des Weltquanten-Tag am 14. April 2026. Dieser internationale Aktionstag zielt darauf ab, die Öffentlichkeit für Quantentechnologie und Quantenwissenschaft zu sensibilisieren (14. April – in Anlehnung an die Plancksche Konstante in eV·s).
Ein hybrider Ansatz schützt vor dem „Harvest-now-decrypt-later“-Ansatz
KOBIL verfolgt einen hybriden Ansatz: Beim Aufbau sicherer Verbindungen werden klassische kryptografische Verfahren und Post-Quanten-Kryptografie (PQC) parallel eingesetzt. Beispielsweise durch die Kombination eines auf elliptischen Kurven basierenden Schlüsselaustauschs mit einem postquantenmechanismus. Die daraus resultierenden Schlüssel werden zusammengeführt, und der endgültige Sitzungsschlüssel bleibt sicher, solange nicht beide Verfahren kompromittiert sind. Die Verbindung bleibt geschützt, solange mindestens eines der beiden verwendeten Verfahren kryptografisch robust bleibt.
Dies bedeutet, dass Lösungen, die die sichere Authentifizierung, Transaktionsautorisierung, Identitätsverwaltung oder verschlüsselte Kommunikation von KOBIL nutzen, vor „Harvest-Now-Decrypt-Later“-Angriffen geschützt sind. Bei solchen Angriffen zeichnen Angreifer heute verschlüsselte Daten auf, um sie in Zukunft mithilfe von Quantencomputern zu entschlüsseln.
Ismet Koyun, Geschäftsführer und Gründer von KOBIL: „Für uns ist die Quantenbereitschaft keine Zukunftsvision. Unternehmen müssen sich bereits heute die Frage stellen, welche Daten in zehn oder 20 Jahren vertraulich bleiben müssen.“
Integration in die bestehende Produktarchitektur
Die Umstellung auf hybride Kryptografie wirkt sich auf die gesamte Sicherheitsarchitektur der KOBIL-Produkte aus. Postquantenalgorithmen stellen erhöhte Anforderungen an Schlüsselgrößen, Rechenleistung und Protokollabläufe. Die Integration wurde innerhalb der bestehenden modularen Codebasis umgesetzt. Die Auswahl der verwendeten Postquantenverfahren basiert auf den laufenden Standardisierungsprozessen des National Institute of Standards and Technology (NIST), das geeignete Algorithmen für künftige internationale Standards definiert. Die Migration erfolgt innerhalb der bestehenden Produktarchitektur. Ziel ist es, Unternehmen frühzeitig auf zukünftige Bedrohungsszenarien vorzubereiten, ohne dabei betriebliche Abläufe zu stören.
Nächster Schritt: PKI und externe Interoperabilität
Der nächste Schritt besteht darin, jene KOBIL-Sicherheitslösungen quantenfähig zu machen, die stärker mit der externen Umgebung vernetzt sind und daher beispielsweise PKI-Zertifikate (PKI: Public Key Infrastructure) verwenden. Dies setzt voraus, dass weitere Voraussetzungen erfüllt sind, wie beispielsweise der Abschluss der Standardisierung im Bereich der PKI-Zertifikate. KOBIL plant, seine quantenresistente Architektur konsequent auszubauen, sobald die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben sind.
Über KOBIL
KOBIL ist ein weltweit tätiges Technologieunternehmen, das sich auf sichere digitale Identitäten und identitätsorientierte Plattformlösungen spezialisiert hat. Das 1986 von Ismet Koyun gegründete Unternehmen KOBIL ermöglicht es Unternehmen, Banken und Behörden, sichere digitale Ökosysteme aufzubauen, indem es Identitäten, Kommunikation, Dienste, Zahlungen und Integrationen von Drittanbietern in einer vertrauenswürdigen Umgebung vereint. Laut Gartner ist KOBIL Europas einziger SuperApp-Anbieter und in elf Gartner Hype Cycles™ gelistet. Im Mittelpunkt des Ansatzes von KOBIL steht seine Rolle als Anbieter digitaler Identitäten, der es Organisationen ermöglicht, identitätsorientierte Ökosysteme mit integrierten Funktionen wie sicherer Kommunikation und digitalen Signaturen aufzubauen. Mit seinem Low-Code-SuperApp-Framework per Drag-and-Drop können Organisationen White-Label-Anwendungen schnell auf den Markt bringen, Dienste in Rekordzeit einführen und auf plattformgesteuerte Geschäftsmodelle umstellen. Darüber hinaus bietet KOBIL „KOBIL mPower“ an, eine sichere SuperApp für den Arbeitsplatz, die es Unternehmen ermöglicht, Identitäten, Kommunikation, Genehmigungen und Arbeitsabläufe innerhalb einer einzigen vertrauenswürdigen Plattform zu verwalten. Um Vertrauen über menschliche Interaktionen hinaus zu erweitern, stellt KOBIL AI Trust sichere und überprüfbare Identitäten für KI-Agenten und maschinengestützte Interaktionen bereit und gewährleistet so vertrauenswürdige digitale Abläufe sowohl in menschlichen als auch in maschinellen Ökosystemen.
Weltweit vertrauen mehr als 1.000 Organisationen auf KOBIL, darunter die deutsche Bundesregierung, Airbus, DATEV, die Raiffeisenbank, die Commerzbank, die Erste Group, ING, die Migros Bank, Mastercard und Siemens. KOBIL beschäftigt über 500 Mitarbeiter und hat seinen Hauptsitz in Worms (Deutschland) sowie Niederlassungen in San Diego und San José (USA), Zürich (Schweiz), Istanbul (Türkei) und London (Großbritannien). Weitere Informationen finden Sie unter www.kobil.com.
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