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Leitfaden: DORA – Was Unternehmen beachten sollten

Das Gesetz zur digitalen Betriebsresilienz (DORA) der EU ist eine der bedeutendsten regulatorischen Entwicklungen für Finanzinstitute und Unternehmen der Finanzbranche. Sein Ziel ist es, sicherzustellen, dass Unternehmen gegenüber digitalen Risiken widerstandsfähig sind, dass ihre Systeme robust bleiben und dass kritische IT-Dienste auch in Krisensituationen verfügbar bleiben. Für Unternehmen, die Kunden- und Finanzdaten verarbeiten, führt DORA eine Reihe neuer Verpflichtungen ein – insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Identitätsmanagement.

26. Januar 2026

Das Gesetz über digitale Betriebsresilienz (DORA) der EU ist eine der bedeutendsten regulatorischen Entwicklungen für Finanzinstitute und Unternehmen der Finanzbranche. Sein Ziel ist es, sicherzustellen, dass Unternehmen gegen digitale Risiken gewappnet sind, dass ihre Systeme robust bleiben und dass kritische IT-Dienste auch in Krisensituationen verfügbar bleiben. Für Unternehmen, die Kunden- und Finanzdaten verarbeiten, führt DORA eine Reihe neuer Verpflichtungen ein – insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Identitätsmanagement.

Als Experten für Sicherheits- und Identitätslösungen möchten wir von KOBIL Ihnen einen detaillierten Leitfaden an die Hand geben, damit Sie DORA erfolgreich umsetzen und Ihre digitale Widerstandsfähigkeit nachhaltig stärken können.

1. Überblick: Was DORA für Unternehmen bedeutet

DORA gilt für alle Finanzmarktteilnehmer, darunter Banken, Versicherungsgesellschaften, Zahlungsdienstleister sowie FinTech-Unternehmen und Unternehmen, die kritische IT-Dienstleistungen für diese Finanzakteure erbringen.

Die Hauptziele von DORA sind:

  • Betriebskontinuität: Die Systeme müssen auch im Falle von Cyberangriffen oder technischen Störungen funktionsfähig bleiben.
  • Cyber-Resilienz: Schutz vor Cyberangriffen, Datenverlust oder Systemausfällen.
  • Risikomanagement in Bezug auf Drittanbieter: Unternehmen müssen die von IT-Dienstleistern ausgehenden Risiken aktiv überwachen.
  • Transparenz und Berichterstattung: Relevante Vorfälle müssen zeitnah gemeldet und dokumentiert werden.

Für die Sicherheit und das Identitätsmanagement bedeutet dies, dass jedes Unternehmen sicherstellen muss, dass nur autorisierte Personen Zugriff auf kritische Systeme und Daten haben, dass Identitäten zuverlässig überprüft werden und dass Zugriffsrechte kontinuierlich überwacht werden.

2. DORA und Identitätsmanagement – zentrale Anforderungen

Die Anforderungen an das Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM) im Rahmen von DORA lassen sich in drei Schlüsselbereiche unterteilen:

2.1. Starke Authentifizierung und Zugriffskontrollen

  • Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA): Erforderlich für alle kritischen Systeme; einfache Passwörter reichen nicht mehr aus.
  • Rollenbasierte Zugriffskontrolle (RBAC): Der Zugriff wird ausschließlich nach dem „Need-to-know“-Prinzip gewährt, d. h. nur denjenigen, die ihn tatsächlich benötigen.
  • Verwaltung privilegierter Konten: Konten mit weitreichenden Berechtigungen (Administratorrechte) müssen genau überwacht und regelmäßig überprüft werden.

Praktischer Tipp von KOBIL: Hardware-Token, sichere mobile Authentifizierung oder zertifikatsbasierte Lösungen bieten maximale Sicherheit und entsprechen den DORA-Anforderungen.

2.2. Kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung

  • Prüfprotokolle: Jede Anmeldung und jede Änderung der Zugriffsrechte muss dokumentiert werden.
  • Anomalieerkennung: Ungewöhnliche Zugriffsversuche oder Anmeldungen sollten automatisch erkannt und gemeldet werden.
  • Aufsichtsrechtliche Berichterstattung: Im Falle von Sicherheitsvorfällen müssen Unternehmen Art und Ausmaß der Vorfälle dokumentieren.

Praktischer Tipp von KOBIL: Eine zentralisierte Plattform für das Identitäts- und Zugriffsmanagement ermöglicht die Echtzeitüberwachung aller kritischen Konten.

2.3. Verwaltung des Zugriffs durch Dritte

  • DORA verpflichtet Unternehmen dazu, die von externen IT-Dienstleistern ausgehenden Risiken zu überwachen.
  • Jede Schnittstelle zu Dritten muss sicher sein und überwacht werden.
  • Der Zugriff sollte nur den erforderlichen Benutzern gewährt werden, und bei jedem externen Zugriff muss die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) angewendet werden.

Praktischer Tipp von KOBIL: Digitale Identitäten für externe Partner lassen sich über sichere Zertifikate und Tokens verwalten, wodurch potenzielle Angriffsflächen minimiert werden.

3. DORA-konforme Sicherheitsmaßnahmen

Über das Identitätsmanagement hinaus erfordert DORA eine umfassende Sicherheitsstrategie, die technische, organisatorische und verfahrenstechnische Maßnahmen umfasst.

Erstens, ist die Datenverschlüsselung ist unerlässlich – sowohl im Ruhezustand als auch während der Übertragung. Zertifikatsbasierte End-to-End-Verschlüsselung und digitale Signaturen schützen sensible Informationen zuverlässig.

Ebenso wichtig ist ein sicheres Patch-Management. Systeme müssen regelmäßig aktualisiert werden, um bekannte Sicherheitslücken zu schließen. Eine automatisierte Überwachung der Systemversionen trägt dazu bei, dass die Compliance-Anforderungen stets erfüllt werden.

Ein weiteres zentrales Element ist die Reaktion auf Sicherheitsvorfälle: Unternehmen müssen in der Lage sein, schnell auf Cybervorfälle zu reagieren. Integrierte Tools für das Vorfallmanagement und die Berichterstattung tragen dazu bei, den Überblick zu behalten und gesetzliche Meldepflichten zu erfüllen.

Um Systemausfallzeiten zu minimieren, sind Redundanz- und Sicherungslösungen unverzichtbar. Dazu gehören eine sichere Schlüsselverwaltung, regelmäßige Datensicherungen und geprüfte Wiederherstellungspläne.

Und schließlich die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter dürfen nicht vernachlässigt werden. Der Mensch bleibt die größte Sicherheitslücke. Gezielte Schulungen, Phishing-Simulationen und die Multi-Faktor-Authentifizierung schärfen das Risikobewusstsein der Mitarbeiter und stärken die Sicherheitskultur des Unternehmens.

4. DORA-konforme Strategie zum Identitätsmanagement: Schritt für Schritt

  1. Führen Sie eine Ist-Zustandsanalyse durch:
    • Welche Systeme, Daten und Zugriffe durch Dritte sind von entscheidender Bedeutung?
    • Wo liegen die Schwachstellen in der aktuellen IAM-Architektur?
  2. Erstellen Sie ein Risikoprofil:
    • Bewerten Sie Benutzerrollen, Zugriffsrechte und privilegierte Konten.
    • Identifizieren Sie potenzielle Angriffspunkte.
  3. Implementierung eines Identitäts- und Zugriffsmanagements:
    • Führen Sie MFA, RBAC und sichere Zertifikate ein.
    • Integrieren Sie alle Systeme in eine zentralisierte IAM-Plattform.
  4. Überwachung und Berichterstellung aktivieren:
    • Echtzeit-Überwachung von Zugriffen.
    • Automatische Meldung von Anomalien.
  5. Drittanbieter einbeziehen:
    • Ermitteln Sie, welche externen Anbieter Zugriff auf kritische Systeme haben.
    • Führen Sie sichere digitale Identitäten für Partner und Dienstleister ein.
  6. Führen Sie regelmäßig Tests und Schulungen durch:
    • Penetrationstests, Sicherheitsaudits, Red-Team-Übungen.
    • Sensibilisierung der Mitarbeiter für Cyberrisiken und den sicheren Umgang mit Identitäten.

5. Warum sich Unternehmen für KOBIL entscheiden sollten

Als Spezialist für Sicherheit und Identitätsmanagementunterstützt KOBIL Unternehmen dabei, die DORA-Konformität effizient, praxisnah und nachhaltig zu erreichen:

  • Zertifikat- und Token-basierte Lösungen für eine sichere Authentifizierung.
  • Zentralisierte IAM-Plattformen die Überwachung, Berichterstellung und Zugriffskontrolle integrieren.
  • Beratung und Umsetzung unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, einschließlich der Verwaltung durch Dritte.
  • Praktische Sicherheitslösungen die das Sicherheitsbewusstsein der Mitarbeiter stärken und gleichzeitig die digitale Widerstandsfähigkeit erhöhen.

6. Schlussfolgerung

DORA stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, insbesondere im Bereich Sicherheit und Identitätsmanagement. Nur wer sichere Identitäten, Zugriffskontrollen und Überwachungsmaßnahmen konsequent umsetzt, kann die gesetzlichen Anforderungen erfüllen, das Vertrauen von Kunden und Partnern sichern und die digitale Widerstandsfähigkeit stärken.

Mit KOBIL können Unternehmen diesen Weg sicher, effizient und zukunftsorientiert beschreiten – von der Analyse über die Umsetzung bis hin zur kontinuierlichen Optimierung.