Warum Sofortüberweisung doch „zumutbar ist!“

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Das Landgericht Frankfurt hat das beliebte Online-Bezahlverfahren Sofortüberweisung als nicht zumutbar eingestuft, da mit diesem Verfahren erhebliche Risiken für die Datensicherheit bestünden und somit Missbrauch möglich wäre.

Sofortüberweisung greift auf die Zugangsdaten vom Onlinebanking des Kunden zu. Genau diese Praxis wird auch immer wieder von Banken moniert, vergleichen sie doch das Verfahren mit einem Man-in-the-Middle Angriff.

Jedoch gehört Sofortüberweisung, aufgrund seiner Einfachheit, zu den beliebtesten Zahlungsverfahren im Internet, daher stellt sich zwangsläufig die Frage, warum die Banken und Sofortüberweisung nicht miteinander kooperieren? Eine Zusammenarbeit wäre für die Banken als auch für Sofortüberweisung von Vorteil. Könnte Sofortüberweisung den Vorwürfen wirkungsvoll entgegentreten und die Banken hätten eine sehr beliebte Bezahlmethode in ihrem Portfolio.

Damit die Bank diese Methode einbinden kann, müsste die Überweisung durch den Kunden genauso einfach sein wie es heute schon mit Sofort-Überweisung funktioniert, auch über die Bank ablaufen.

Eine Realisierung hierfür gibt es bereits mit einer Bank in der Schweiz. Hierbei wird die bei den Nutzern sehr beliebte Zahlmethode eingesetzt. Dabei werden jedoch die Sicherheitsmechanismen der Bank nicht umgangen und der Nutzer ist in die Zahlungsinteraktion eingebunden und autorisiert die Zahlung, ohne Angst vor einer man-in-the-middle Attacken haben zu müssen.

Daraus ergebe sich eine typische Win-Win Situation. Für die Kunden ist dieser Weg mehr als wünschenswert.

 

Dr. Salim Güler