ZIRP international: Estland zu Gast

Veranstaltungsreihe der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz

Estland, gerne auch als „E-Estonia“ bezeichnet, gilt als richtungsweisend im Bereich der Digitalisierung von Staat und Wirtschaft. Über die Perspektiven der Digitalisierung für Rheinland-Pfalz diskutierte Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit dem estnischen Botschafter sowie mit Susanne Diehm, Mitglied der Geschäftsleitung SAP Deutschland SE & Co. KG und Ismet Koyun, Gründer und CEO der KOBIL Systems GmbH.

 

Ismet Koyun, Gründer und CEO der auf Identitätsschutz spezialisierten IT-Firma KOBIL, warnte:

„Je digitalisierter wir sind, desto angreifbarer machen wir uns. Ohne Sicherheitskonzept kann unsere komplette Infrastruktur lahmgelegt werden.“

Auch Susanne Diehm bekräftigte, dass Sicherheit die Basis für den Ausbau der Digitalisierung sein muss:

„Unsere Kunden und wir werden täglich angegriffen. Oberste Priorität sollte daher der Schutz unserer Systeme sein.
Daten sind unser höchstes Gut!“

Hierbei muss zwischen staatlicher und wirtschaftlicher ITSicherheit unterschieden werden: „Der Staat ist ohnehin zur Datensparsamkeit verpflichtet“, erklärte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Dem stimmte der estnische Botschafter
zu: „Der Staat in Estland speichert nur die personenrelevanten Daten, die zur Identifikation der Bürger notwendig sind. Private Dienstleister, die darüber hinaus viele weitere Daten sammeln, sind dazu verpflichtet, die Sicherheit der Kundendaten zu gewährleisten.“ Trotz bisher nicht vollständig geklärter Datenschutzproblematik steht fest: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert werden. Deshalb wird sich die ZIRP auch weiterhin intensiv mit diesem übergreifenden Zukunftsthema beschäftigen“, versicherte die Geschäftsführerin der ZIRP, Heike Arend.

Die 30. Ausgabe ZEHN.MINUTEN finden sie hier.